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Lektorat

Was macht eigentlich ein Lektor? Davon haben sogar professionelle Auftraggeber oft nur eine verschwommene Vorstellung. Zunächst mal wird er oft mit einem Korrektor verwechselt https://de.wikipedia.org/wiki/Korrektor , aber gelegentlich auch mit einem Redakteur. Oder gar mit einem Productioner, der die technische Herstellung von Druckstücken leitet.

Beim Lektorieren geht es jedoch um wesentlich mehr: Während der Korrektor im wesentlichen (nur) für Orthographie, Interpunktion und Grammatik zuständig ist, kümmert sich der Lektor in erster Linie um Stil, Syntax, Ausdruck, Verständlichkeit und – der Werbelektor – auch um die Werbewirksamkeit eines Textes, ob die Botschaft optimal transponiert wurde usw.

Sie haben schon einen Text, möchten aber, dass er alle sprachlichen Anforderungen erfüllt und beste Wirkungskraft hat? Oder Sie finden Ihren Text eigentlich ganz gut, aber ihm fehlt noch der letzte Schliff? Dann sind Sie hier richtig!

So mancher Auftraggeber hat aber auch Wünsche nach dem Motto: „Bade mich, aber mach mich nicht nass!“ Da darf sich – etwas aus Layoutgründen – die Textlänge durch das Lektorieren nicht ändern. Oder der Text wurde bereits hausintern fachlich und rechtlich geprüft, so dass in die inhaltliche Aussage nicht eingegriffen werden soll. Und da das Manuskript schnellstmöglich in Druck gehen muss, wird dem Lektor gar keine Zeit eingeräumt, den Text gründlich auseinanderzunehmen.

Obwohl der Auftraggeber in den meisten Fällen ja linguistischer Laie ist, muss er sich also darüber im Klaren sein, welche Möglichkeiten der Textoptimierung es gibt, aber was genau er von dem Lektor erwartet, also in welcher Hinsicht ein Text überarbeitet werden soll. Für beide Seiten ist es also entscheidend, dass der Auftrag eindeutig definiert wird, zumal das, was der Lektor dann tatsächlich macht, nicht zuletzt eine Zeit- und mithin Kostenfrage ist.

Im Gegensatz zu bloßen Korrekturlesern, die keine Sprachwissenschaftler sind, steige ich also ganz tief in die Copy ein. Das bedingt natürlich, dass ich den Text schon im Stadium der Manuskript-Reinschrift bekomme, solange noch tiefergehende Änderungen möglich sind. Unmittelbare Korrekturen in virtuellen Dateien des Auftraggebers nehme ich nicht vor. Daher ist es erforderlich, dass ich den zu bearbeitenden Text auf Papier bekomme. Ich bringe dann handschriftliche Kommentare an. Es bleibt jedoch der Entscheidung des Auftraggebers überlassen, meine Empfehlungen zu übernehmen, denn zwischen „Fehler“ und „Fehler“ gibt es in Sprachangelegenheiten eine weite Spanne. Nicht alles, was unschön ist, muss auch gleich ein Fehler sein. Der Unterschied zwischen „richtig“ und „falsch“ ist nicht so eindeutig wie in der Mathematik.

Natürlich macht es Sinn, auch eine Übersetzung korrekturlesen zu lassen. Zweck eines Lektorats ist es jedoch nicht, eine grundsätzlich mangelhafte Übersetzung aufzuhübschen. Dasselbe gilt für Abhandlungen, die der Autor in einer Sprache abgefasst hat, die nicht seine Muttersprache ist. Vielmehr kommt es darauf an, von vornherein alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eine einwandfreie Übersetzung zustande kommen kann. Wenn Sie ein fremdsprachiges Lektorat suchen, nehmen Sie bitte unsere Beratung in Anspruch!